Flechtzaun – in 5 Schritten einen schönen Zaun flechten!

Der Gartenzaun ist immer eines der ersten Themen, das aufkommt, wenn Du ein neues Grundstück oder einen neuen Garten übernimmst. Wenn noch ein alter Zaun vorhanden ist, stellst Du Dir sicher die Frage, ob dieser bleiben darf oder einem neuen Gartenzaun weichen muss.

Aber welche Art von Zaun soll ihn ersetzen? Möchtest Du einen modernen Zaun, wie einen Doppelstabmattenzaun oder Schmuckzaun ? Oder gefällt Dir ein Naturzaun wie ein Ranch- und Bohlenzaun, ein Staketenzaun oder ein Palisadenzaun um den Garten besser?

Oder wie wäre es mit einem Naturzaun, den Du aus Weidenruten selbst flechten kannst? Wenn Du einen Flechtzaun selbst machst, erschaffst Du ein echtes Unikat, mit Deinen eigenen Händen. Zudem erhältst Du durch einen Flechtzaun Sichtschutz, der Dir und Deiner Familie Privatsphäre garantiert.

Was ist ein Flechtzaun?

Der Flechtzaun gehört zu den Naturzäunen und ist, wie der Name schon verrät, ein geflochtener Zaun. Als Material dienen vorwiegend widerstandsfähige und biegsame Weidenruten. Weiden sind besonders elastisch und du kannst sie wunderbar zu einem Zaun flechten. Du nutzt die Weidenruten, um einzelne Zaunelemente zu flechten, die Du anschließend wie einen herkömmlichen Zaun einsetzen und nutzen kannst.

Wofür eignet sich ein Flechtzaun?

Einen Flechtzaun kannst Du überall dort einsetzen, wo Du Dir einen zuverlässigen Sichtschutz und einen Zaun als Grenze wünschst. Je nach Einsatzort und Zweck kannst Du Dein individuelles Modell selbst herstellen und auch die Höhe frei bestimmen. Egal, ob Balkon, Terrasse oder Gartenumzäunung – ein Naturzaun, wie der Flechtzaun ist robust, widerstandsfähig und besonders nachhaltig. Wenn nötig, kannst Du Dir auch ein mobiles Zaunelement in Form eines Paravent anfertigen und dort nutzen, wo er gerade als Sichtschutzzaun benötigt wird.

Flechtzaun als Beeteinfassung

Auch für das Einfassen von Beeten und als Ausgangsmaterial für Hochbeete kannst Du den Flechtzaun besonders gut einsetzen. Die natürlichen Zaunelemente harmonieren wunderbar mit den im Beet von Dir angepflanzten Kräutern, Gemüsesorten und Stauden.

Wie lange hält ein Flechtzaun?

Natürlich solltest Du wissen, dass ein Naturzaun wie der Flechtzaun nicht für immer hält. Das Material ist zwar durch die Rinde äußerst widerstandsfähig und hält jeder Witterung stand. Trotzdem musst Du von einer niedrigeren Lebensdauer ausgehen, als von einem Doppelstabmattenzaun oder einem Schmuckzaun. Die Lebensdauer eines Flechtzauns beträgt ungefähr 10 Jahre.

Naturzaun: ökologisch und nachhaltig

Der große Vorteil ist, dass Du den gesamten Weidenflechtzaun umweltfreundlich auf dem Kompost entsorgen kannst. Zudem handelt es sich bei Weidenruten um den Beschnitt der Mutterpflanze. Somit sind Weidenruten meist Abfallprodukte, die nachhaltig als Zaunmaterial weiterverwendet werden können. Du erhältst also nicht nur einen wunderbaren Naturzaun, der sehr robust ist und nach Deinen Vorstellungen von Dir selbst erstellt werden kann. Mit Deinem Naturzaun trägst Du auch einen Teil zum Umweltschutz bei.

So stellst Du einen Flechtzaun her

Unser Beispiel soll Dir dabei helfen, einen Flechtzaun mit Haselnussstecken als Pfosten für die Beeteinfassung selbst herzustellen. Wie Du dabei am besten vorgehst, haben wir für Dich in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengefasst. Zunächst aber etwas mehr über die Vorbereitung und die benötigten Materialien.

Material und Vorbereitung

Am besten vorbereitet bist Du, wenn Du alle nötigen Materialien zusammenträgst und Dir eine entsprechend große und trockene Fläche für Deine Arbeit am Flechtzaun suchst. Zur guten Vorbereitung gehört es auch, dass Du ein gewisses Zeitfenster für Deine Flechtarbeiten einplanst. Bevor Du mit dem Flechten der Zaunelemente beginnst, solltest Du Dir für den Anfang ein kleineres Übungsprojekt suchen. Sobald Du Dich mit dem Material und der Technik vertraut gemacht hast, kannst Du mit Deinem Zaun beginnen

Flechtzaun selbst machen – das wird benötigt

Wir haben Dir zur Orientierung und Vorbereitung eine Liste aller notwendigen Materialien und Werkzeuge zusammengestellt.
Das benötigst Du:

Welche Weide zum Flechten?

Im Grunde kannst Du fast jede Weide zum Flechten verwenden. Allerdings gibt es Arten, die sich besser eignen als andere. Du kannst für Deinen Flechtzaun Weide nutzen, die Du im Fachhandel oder bei einem Gärtner oder Landschaftsbauer erworben hast.

Als Flechtweide in Europa besonders beliebt sind unter anderem folgende Arten:

Du nutzt für Deinen Flechtzaun Holz, dass in Form der Weidenruten und Haselnussstecken vorliegt. Wie jedes andere Holz auch benötigen Weiden Schutz vor der Witterung und vor Schädlingen. Für Deinen Flechtzaun solltest Du also ungeschälte und unbehandelte Weidenruten und Stecken verwenden. Die Ruten sind so auf eine natürliche Weise geschützt. Vielleicht ist so für Dich der Flechtzaun Dein bester und günstigster Holzzaun, den Du je selbst hergestellt hast?

Schritt-für-Schritt zum Flechtzaun

Nutze unsere Anleitung, um Dir Deinen individuellen Flechtzaun aus Weiden und Haselnussstecken selbst herzustellen. Die Länge und Höhe Deines Zauns kannst Du frei wählen.

So gehst Du vor:

Für Akzente kannst Du verschiedene Weidenruten mit unterschiedlichen Farben verwenden oder das Flechtmuster entsprechend abwandeln oder anpassen. Für die richtige Pflege Deines neuen Naturzauns empfehlen wir Dir unseren Artikel „Zäune reparieren und pflegen“.

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